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Echte Schwerstarbeit: Revision im EW3

Im Oktober 2016 ging unser EW3 in Revision. Getriebe, Laufrad und Leitapparat einer der beiden Turbinen mussten nach 25 Jahren zuverlässigem Dienst überholt werden.

 

„Von der technischen Seite ist die Revision des EW3 Routine geworden. Das haben wir x-mal gemacht. Da sind wir eingespielt. Die Logistik ist aber schon eine kleine Herausforderung“, erinnert sich Thomas Lubig aus der Technik. Das leuchtet ein, wenn man die riesigen Abmaße des EW3 kennt. Der Leitapparat zum Beispiel, der den Wasserzufluss zur Turbine steuert, misst etwa 3,50 m im Durchmesser und wiegt 4,5 t. Entsprechend groß sind die zughörigen Teile, wie das Laufrad. Das misst 1,80 m im Durchmesser und bringt 1,5 t auf die Waage. Das Getriebe wiegt stolze 3,5 t. Jede der acht Absperrtafeln, die das Wasser aufstauen, wiegt 4 t.

 

Ohne Kran ging also gar nichts. „Wir arbeiteten mit einem 100-Tonnen-Kran, weil wir 30 m auslegen mussten“, fasst Thomas Lubig zusammen.

 

Einmal nach Österreich und zurück: Turbine generalüberholt

Laufrad, Getriebe und Leitapparat brachte ein Schwerlasttransport nach Österreich in die Wartung. Dort prüfte der Hersteller die Teile auf Herz und Nieren, zum Beispiel Risse. Die Spezialfirma überholte das Getriebe, setzte den Leitapparat in Stand und versah das Laufrad mit einem neuen Korrosionsschutz. Dann ging es zurück nach Haimhausen.

 

Gut Ding will Weile haben – oder: Wenn schon denn schon

Im Dezember 2016 hatten wir alle Arbeiten erledigt. „Insgesamt waren wir rund drei Monate beschäftigt. Das klingt lang, aber allein der Ausbau der Turbine dauert schon mal zwei Wochen. Nach zehn, 20 Jahren unter Wasser können Sie sich vorstellen, wie gut die Schrauben aufgehen“, erläutert Thomas Lubig. Die Überholung der Turbinenteile in Österreich dauerte weitere sechs Wochen. „Beim Wiedereinbau sind wir dann schneller. Das ist in einer Woche erledigt“, erklärt Thomas Lubig.

 

Hinzu kamen weitere Arbeiten, vor allem technische Verbesserungen. Wo das EW3 sowieso komplett zerlegt werden musste, erledigten wir diese gleich mit. Unter anderem tauschten wir die alte Sperrwasserdichtung gegen eine Kunststoffdichtung aus. Und schließlich befreiten wir die Rechen vor dem Wasserkraftwerk von allerlei Schwemmgut – auch dies war angesichts der Größe schweißtreibende Fleißarbeit.

 

Eine Bilderserie zur Revision am EW3 gibt’s auf Facebook.

 

Mehr über unsere Technik

Neben der Revision am EW1 haben wir im Jahr 2016 eine Wasserkraftschnecke am EW2 installiert. So können wir dort auch das Restwasser zur Stromerzeugung nutzen. Einen Überblick über unsere Technik finden Sie übrigens hier.

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