„All das viele Wasser, da können die E-Werke Haniel doch sicher extra viel Strom produzieren.“ Das hätte man Anfang Juni beim Blick auf die Amper in Haimhausen denken können.
Leider weit gefehlt. Für die Leistungsstärke unserer Wasserkraftwerke ist das Gefälle am jeweiligen Standort ausschlaggebend. Und dieses Gefälle nimmt bei Hochwasser ab.
Beim Pfingsthochwasser 1999 war das Gefälle bei unserem Wasserkraftwerk am Hirschgang gleich Null. Das so genannte „Unterwasser“ war bis auf das Niveau des „Oberwassers“ gestiegen. 2013 blieb von den 2,3 m nur knapp ein halber Meter Gefälle übrig. Die Leistung der Turbinen ging entsprechend zurück.
Ein weiteres Problem bei Hochwasser: Die enormen Mengen Kies und Treibgut. Bei einer der Turbinen am Hirschgang haben sich im Einlaufbereich solche Mengen Kies abgelagert, dass wir die Turbine abschalten mussten. Wir mussten aufwändig ausbaggern, die Einlaufbereiche absperren und die Rechen reinigen.
Herr Kiendl von unserem Bereitschaftsdienst war während des Hochwassers unermüdlich im Einsatz. Er öffnete Hochwasserschleusen, kontrollierte ununterbrochen den Pegel und entfernte die kleinen angeschwemmten Bäume. Bei großen Bäumen half uns die Feuerwehr, die mit schwerem Gerät im Einsatz war.